Ein Hirntumor zählt mit rund 7.300 Neuerkrankungen bei Erwachsenen pro Jahr in Deutschland zu den selteneren Krebserkrankungen das entspricht etwa 1,5 bis 2 Prozent aller Krebsdiagnosen. Bei Kindern ist ein Hirntumor dagegen vergleichsweise häufig: Bei ihnen macht er rund ein Viertel aller Krebserkrankungen aus. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 66, bei Männern bei 63 Jahren.
Weitaus häufiger als ein Hirntumor im engeren Sinn, also ein Tumor, der seinen Ursprung im Gehirngewebe, den umgebenden Hirnhäuten oder den Hirnnerven hat – sind Absiedlungen (Metastasen) anderer bösartiger Tumoren, etwa von Brustkrebs oder Lungenkrebs.
Die onkologische Rehabilitation nach einem Hirntumor ist ein wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Behandlung. Sowohl die Erkrankung selbst als auch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie können zu erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen führen. In der Habichtswald Reha-Klinik bieten wir ein interdisziplinäres, ganzheitliches Behandlungskonzept zur Stabilisierung, Regeneration und nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität.
Schwerpunkte unserer Rehabilitation bei Hirntumor:
Ziel der Rehabilitation ist es, Patienten mit einem Hirntumor auf ihrem Weg zurück zu einem möglichst selbstbestimmten Alltag zu begleiten und körperliche sowie seelische Ressourcen gezielt zu stärken.
Aufnahme
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Die Schädelknochen umgeben das Gehirn fest und lassen gesunden Zellen keinen Raum zum Ausweichen. Wächst dort ein Tumor, kann rasch ein erhöhter Hirndruck entstehen. Je nachdem, in welchem Hirnareal der Tumor sitzt, sind zudem ganz unterschiedliche Funktionen betroffen etwa Bewegung, Sprache, Sehen oder Persönlichkeit. So erklärt sich die große Bandbreite möglicher Beschwerden bei einem Hirntumor.
Ein erhöhter Hirndruck sowie Ausfälle einzelner Hirnareale können sich durch verschiedene Hirntumor Symptome äußern:
Treten ein oder mehrere dieser Beschwerden neu oder anhaltend auf, sollten sie zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Neben den akuten Symptomen gibt es Hirntumor Anzeichen, die zunächst leiser auftreten und häufig zuerst Angehörigen oder Freunden auffallen, bevor Betroffene selbst einen Zusammenhang mit einer Erkrankung herstellen:
Solche schleichenden Veränderungen sollten ernst genommen und ebenfalls ärztlich angesprochen werden, auch wenn keine Schmerzen oder akuten Beschwerden bestehen.
Warum ein Hirntumor entsteht, ist bislang weitgehend ungeklärt. Fachleute gehen überwiegend von zufälligen Fehlern bei der Zellteilung aus. Einige Risikofaktoren sind jedoch bekannt:
Faktoren wie Umwelteinflüsse, bestimmte Infektionen, Lebensstil oder die Nutzung von Mobiltelefonen werden diskutiert, sind aber bislang nicht ausreichend durch Studien belegt.
Zur Diagnostik werden neben der neurologischen Untersuchung bildgebende Verfahren wie die Kernspintomografie (MRT), seltener eine Computertomografie (CT) oder ein PET-CT eingesetzt. Da es sehr unterschiedliche Typen von Hirntumoren gibt, ist eine Gewebeuntersuchung für die Festlegung der Therapie von entscheidender Bedeutung; sie wird meist mittels stereotaktischer Tumorbiopsie gewonnen, einem gut steuerbaren Eingriff in der Neurochirurgie.
Anhand des feingeweblichen Untersuchungsergebnisses werden Hirntumore nach der WHO-Klassifikation in vier Tumorgrade eingeteilt: von Grad 1, gutartigen und langsam wachsenden Tumoren mit guter Prognose, bis zu den sehr aggressiven, schnell wachsenden Tumoren des WHO-Grades 4. Oft entscheiden aber der Sitz des Tumors, seine Größe und seine Operabilität über die Prognose.
Als Therapiemöglichkeiten stehen neben der operativen Entfernung von Tumorgewebe – mit sehr unterschiedlichen neurochirurgischen Methoden – ergänzend oder primär Strahlenund/oder Chemotherapie zur Verfügung. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Krebsgesellschaft erstellen dazu Leitlinien der Behandlung, die regelmäßig aktualisiert werden.
Aktuelle Informationen zu Epidemiologie, Ursachen, Symptomen, Diagnostik, Pathologie, Stadien, Therapie (Operation, Chemotherapie, Antikörpertherapie, Rezidivtherapie) und Prognose finden Sie z. B. beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie bei der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) – Onkopedia.
Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt Körper, Geist und Seele. Ergänzend kommen unterstützende Verfahren aus Psychoonkologie, Bewegungstherapie, Physikalischer Therapie und Ernährungsberatung zum Einsatz. Ziel ist die Wiederherstellung von Selbstständigkeit und Lebensqualität. Auch bei fortgeschrittener Erkrankung stehen Symptomlinderung, Aufklärung und Würde im Mittelpunkt unserer Arbeit.
