Analkrebs, medizinisch als Analkarzinom bezeichnet, ist eine eher seltene, aber in den letzten Jahren spürbar zunehmende Krebserkrankung. In Deutschland werden jährlich rund 2.600 Neuerkrankungen registriert, davon knapp zwei Drittel bei Frauen. Anders als bei vielen anderen Tumoren des Verdauungstrakts sinkt die Erkrankungsrate beim Analkarzinom nicht, sondern steigt seit rund 15 Jahren kontinuierlich an.
Das Erkrankungsalter liegt am häufigsten zwischen 50 und 60 Jahren. Ein wichtiges Merkmal von Analkrebs ist, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Tumorerkrankungen häufig schon früh Beschwerden verursacht etwa Blutungen beim Stuhlgang. Diese frühen Analkrebs Symptome werden jedoch oft mit Hämorrhoiden verwechselt, wodurch sich die richtige Diagnose verzögern kann.
Die onkologische Rehabilitation nach Analkrebs ist ein wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Behandlung. Sowohl die Erkrankung selbst als auch die Radiochemotherapie oder eine notwendige Operation können zu erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen führen. In der Habichtswald Reha-Klinik bieten wir ein interdisziplinäres, ganzheitliches Behandlungskonzept zur Stabilisierung, Regeneration und nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität.
Schwerpunkte unserer Rehabilitation bei Analkrebs:
Ziel der Rehabilitation ist es, Patientinnen und Patienten nach Analkrebs auf ihrem Weg zurück zu einem möglichst selbstbestimmten Alltag zu begleiten und körperliche sowie seelische Ressourcen gezielt zu stärken
Aufnahme
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Der Analkanal und der Schließmuskelapparat (Sphinkter) sind zentral für die Kontinenz, also die willentliche Kontrolle über Stuhlgang und Darmwind. Ein Analkarzinom sowie seine Behandlung können diese Funktion empfindlich stören und sich auf Kontinenz, Sexualität und Lebensqualität auswirken.
Analkrebs Symptome werden häufig zunächst nicht als solche erkannt, da sie Beschwerden wie Hämorrhoiden ähneln. Typische Anzeichen sind:
Da diese Beschwerden unspezifisch sind, sollten sie bei längerem Bestehen ärztlich abgeklärt werden.
Analkrebs Ursachen sind heute gut erforscht: Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor ist eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV), insbesondere den high-risk-Typen 16 und 18 – sie ist für rund 90 Prozent aller Analkarzinome in Deutschland verantwortlich. Weitere Risikofaktoren sind:
Ein allgemeines Screening auf Analkrebs ist in Deutschland keine Routine. Präventive Maßnahmen umfassen:
Anhaltende Blutungen, Schmerzen oder Veränderungen im Analbereich sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden. Diagnostik beim Analkarzinom Zur Sicherung der Diagnose und Stadieneinteilung kommen folgende Verfahren zum Einsatz:
Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt Körper, Geist und Seele. Ergänzend kommen unterstützende Verfahren aus Psychoonkologie, Beckenbodentraining, Massage und Bewegungstherapie zum Einsatz. Ziel ist die Wiederherstellung von Kontinenz, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Auch bei fortgeschrittener Erkrankung stehen Symptomlinderung, Aufklärung und Würde im Mittelpunkt unserer Arbeit.
