Leberkrebs ist in Deutschland vergleichsweise selten. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums erkranken jedes Jahr rund 9.800 Menschen neu an einem primären Lebertumor. Knapp 60 Prozent davon sind Leberzellkarzinome (hepatozelluläres Karzinom, HCC), das entspricht etwa 5.800 Neuerkrankungen pro Jahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, und das Risiko steigt mit dem Alter.
Bei fast allen Betroffenen entsteht Leberkrebs in einer bereits vorgeschädigten Leber, häufig auf dem Boden einer Leberzirrhose. Da typische Beschwerden fehlen, wird die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Wichtig ist die Abgrenzung zu Lebermetastasen: Sie stammen von Tumoren anderer Organe und werden anders behandelt.
Wird Leberkrebs früh erkannt, ist er heilbar, etwa durch eine Operation, eine Lebertransplantation oder eine Ablation. Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Tumorstadium, von der Leberfunktion und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Im fortgeschrittenen Stadium zielt die Therapie darauf, das Tumorwachstum zu bremsen und Beschwerden zu lindern. Eine onkologische Rehabilitation kann Ihnen helfen, sich von der Behandlung zu erholen.
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In der Habichtswald Reha-Klinik verbinden wir bei Patienten mit Leberkrebs leitliniengerechte schulmedizinische Versorgung mit ergänzenden, ganzheitlichen Therapieansätzen. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Auswirkungen der Tumorerkrankung selbst als auch die häufig begleitende chronische Lebererkrankung und deren Folgen für den gesamten Organismus.
Zentrale Bausteine unserer Rehabilitation bei Leberkrebs sind:
Ziel unserer ganzheitlichen Rehabilitation ist es nicht allein, therapiebedingte Einschränkungen zu lindern, sondern vor allem, die körpereigenen Ressourcen zu stärken, Selbstwirksamkeit zu fördern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern – auch bei chronischem oder fortgeschrittenem Krankheitsverlauf.

Leberkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die direkt in der Leber entsteht. Die häufigste Form ist das Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom, HCC), das aus den Leberzellen hervorgeht. Seltener entsteht Krebs in den Gallengängen innerhalb der Leber. Die Leber ist ein zentrales Stoffwechselorgan. Da alle Therapien eine ausreichende Leberfunktion voraussetzen und häufig zusätzlich eine Leberzirrhose besteht, spielt die Leberfunktion bei jeder Behandlungsentscheidung eine wichtige Rolle.
Bei etwa 9 von 10 Betroffenen entsteht Leberkrebs durch eine lang andauernde Schädigung der Leber, die zu einer Leberzirrhose führt. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
In Deutschland wird Leberkrebs am häufigsten durch Alkohol oder eine Hepatitis C verursacht.
Das Risiko für Leberkrebs lässt sich senken, indem man die Leber vor dauerhafter Schädigung schützt:
Es gibt keine Symptome, die speziell auf Leberkrebs hinweisen. Mögliche Beschwerden ähneln denen anderer Leber- und Gallenwegserkrankungen:
Häufig wird Leberkrebs bei Kontrolluntersuchungen von Risikopersonen entdeckt, bevor Beschwerden auftreten.
Welche Behandlung infrage kommt, besprechen Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen in einer Tumorkonferenz. Entscheidend sind das Krankheitsstadium, die Leberfunktion und die körperliche Leistungsfähigkeit.
Die Nachsorge richtet sich nach der vorangegangenen Behandlung:
Quellen: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), „Leberkrebs (Leberzellkarzinom, Hepatozelluläres Karzinom)“; S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Hepatozellulären Karzinoms und biliärer Karzinome“ des Leitlinienprogramms Onkologie.
Leberkrebs (Leberzellkarzinom)
