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Das Mammografie-Screening ist ein wichtiger Bestandteil der Brustkrebs-Früherkennung, besonders für Frauen ab 50. Erfahren Sie, wie die Untersuchung abläuft, was ein auffälliger Befund bedeutet und welche Schritte folgen.
Veröffentlicht am 21. April 2026

Brustkrebs zeigt sich im Frühstadium oft ohne jede Beschwerden. Bis Symptome spürbar werden, ist die Erkrankung manchmal schon weit fortgeschritten. Dabei gilt: Je früher die Diagnose, desto besser die Heilungschancen. Der Auswertung des Robert Koch Instituts zufolge ist Brustkrebs mit über 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Seit Einführung des Mammografie-Screenings ist die Neuerkrankungsrate zwar gestiegen, gleichzeitig zeigt sich aber, dass in der Screening-Altersgruppe deutlich weniger Frauen an fortgeschrittenen Tumoren erkranken.
Die Mammografie ist eine effektive und qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Das Screening gehört zur sogenannten Sekundärprävention. Die Erkrankung selbst wird also nicht verhindert, sondern sie soll so früh wie möglich erkannt werden. Mittels Mammografie kann Brustkrebs also erkannt werden, bevor er tastbar ist oder Symptome verursacht.
In Deutschland haben gesetzlich krankenversicherte Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Mammografie-Screening. Sie werden dazu automatisch schriftlich eingeladen. Die Untersuchungen finden in speziell zugelassenen Zentren statt, die strenge Qualitätsstandards erfüllen. In ländlichen Regionen kommen außerdem mobile Einheiten, sogenannte Mammobile, zum Einsatz, damit auch Frauen ohne wohnortnahe Screening-Einheit die Untersuchung wahrnehmen können.
Für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren ist das Mammografie-Screening zwar derzeit noch keine Kassenleistung, der Gemeinsame Bundesausschuss prüft jedoch, ob das Programm künftig auch auf diese Altersgruppe ausgeweitet wird. Unabhängig davon können Frauen jeden Alters im Rahmen der gynäkologischen Vorsorge beim Frauenarzt eine Tastuntersuchung der Brust in Anspruch nehmen. Und das ist wichtig, denn je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto mehr Möglichkeiten gibt es, ihn erfolgreich zu behandeln.
Kleine Tumoren lassen sich häufig schonender behandeln, brusterhaltende Operationen sind öfter möglich und aggressive Therapien können manchmal vermieden oder in ihrer Intensität reduziert werden. Das bedeutet nicht nur bessere Heilungschancen, sondern auch weniger Belastung für Körper und Seele. Früh erkannte Tumoren haben zudem seltener bereits gestreut. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Organe betroffen sind, und vereinfacht die Behandlung erheblich. Viele Frauen, bei denen Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert wird, können nach der Therapie in ein weitgehend normales Leben zurückkehren.
Gesetzlich krankenversicherte Frauen erhalten ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre automatisch eine schriftliche Einladung zum Mammografie-Screening. Der Einladung liegt bereits ein konkreter Terminvorschlag sowie eine Entscheidungshilfe bei. Die Teilnahme am Screening ist freiwillig. Wenn Sie den vorgeschlagenen Termin nicht wahrnehmen können, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, ihn zu verschieben oder einen anderen Termin zu vereinbaren.
Am Tag des Termins sollten Sie auf Deodorant, Körperpuder und Körperlotion verzichten, da Rückstände auf der Haut die Röntgenaufnahmen beeinflussen können. Ansonsten sind keine besonderen Vorbereitungen notwendig. Die Untersuchung findet in spezialisierten, zertifizierten Screening-Einheiten statt, die strenge Qualitätsanforderungen erfüllen. In Regionen ohne wohnortnahe Einrichtung kommen mobile Mammobile zum Einsatz, die regelmäßig verschiedene Standorte anfahren. Das geschulte Personal vor Ort begleitet Sie durch die Untersuchung und steht für Fragen zur Verfügung. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, allein gelassen zu werden.
Das Mammografie-Screening selbst wird von einer Röntgenassistentin durchgeführt. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen gemacht, einmal von oben nach unten und einmal schräg. Dafür wird die Brust kurz zwischen zwei Platten gedrückt. Das kann sich einen Moment lang unangenehm anfühlen, ist aber notwendig, um eine aussagekräftige Aufnahme bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erzielen. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten.
Die Aufnahmen werden anschließend von zwei unabhängig voneinander arbeitenden, speziell geschulten Ärzten ausgewertet. Das Ergebnis wird innerhalb von sieben Werktagen per Post an Sie übermittelt. Der überwiegende Teil der Frauen erhält die Nachricht, dass kein auffälliger Befund festgestellt wurde. In diesem Fall werden Sie in zwei Jahren zur nächsten Untersuchung eingeladen.
Zeigt sich in den Röntgenbildern eine verdächtige Veränderung, werden Sie zu einer weiteren Untersuchung eingeladen. Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch Brustkrebs. In vielen Fällen bestätigt sich der Verdacht bei näherer Untersuchung nicht. Häufig handelt es sich um gutartige Veränderungen wie Zysten oder verdichtetes Gewebe. Um die Ursache genauer abzuklären, kommen verschiedene Untersuchungen infrage. Oft wird zunächst eine ergänzende Röntgenaufnahme oder ein Ultraschall der Brust durchgeführt. In manchen Fällen ist auch eine Gewebeentnahme, eine sogenannte Biopsie, notwendig, um eine sichere Aussage treffen zu können. All diese Schritte dienen dazu, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen.
Falls der Befund des Mammografie-Screenings auf Brustkrebs hinweist, werden gemeinsam mit den Ärzten die nächsten Schritte besprochen. Je nach Befund kommen unterschiedliche Behandlungswege infrage. Häufig ist bei Brustkrebs eine Operation der erste Schritt, oft gefolgt von Strahlentherapie, Chemotherapie oder einer medikamentösen Behandlung wie Hormon- oder Antikörpertherapie. Welche Therapie die richtige ist, hängt von der Art und dem Stadium des Tumors ab.
Gerade wenn der Krebs früh erkannt wurde, sind die Chancen gut, die Erkrankung zu überwinden und wieder in ein erfülltes Leben zurückzufinden. Im Anschluss an die Akuttherapie empfiehlt sich häufig eine onkologische Rehabilitation, um die körperlichen und seelischen Folgen der Erkrankung und Therapie zu bewältigen und gestärkt in den Alltag zurückzufinden.
In der Habichtswald-Klinik begleiten wir Menschen nach einer Krebserkrankung mit einem ganzheitlichen Ansatz, der weit über die körperliche Genesung hinausgeht. Unser Ziel ist es, Ihnen nicht nur dabei zu helfen, die Folgen von Erkrankung und Therapie zu bewältigen, sondern Lebensqualität und inneres Gleichgewicht wiederzufinden.
Dafür steht Ihnen eine breite Vielfalt an Therapieangeboten zur Verfügung. Bewegungstherapien stärken den Körper und bauen neue Kraft auf. Ernährungstherapien unterstützen die Erholung und helfen, den Körper nach der Behandlung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Kreative Therapien eröffnen neue Wege, mit dem Erlebten umzugehen. Und unsere psychoonkologische Betreuung begleitet Sie einfühlsam durch die emotionalen Herausforderungen, die eine Krebserkrankung mit sich bringt.
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