Ovarialkarzinom im Fokus

Ovarialkarzinom, auch bekannt als Eierstockkrebs, ist eine maligne Erkrankung, die in den Eierstöcken beginnt. Es ist eine der häufigsten und tödlichsten gynäkologischen Krebserkrankungen, da sie oft erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Die Eierstöcke sind für die Produktion von Eizellen und den weiblichen Geschlechtshormonen verantwortlich. Früherkennung ist entscheidend für eine bessere Prognose. Symptome wie unklare Bauchschmerzen, Blähungen und häufiger Harndrang sollten ernst genommen werden. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus chirurgischen Eingriffen und Chemotherapie, um den Tumor zu entfernen und verbleibende Krebszellen zu bekämpfen. Zur Unterstützung der Lebensqualität spielen Physiotherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung eine wichtige Rolle. Ein ganzheitlicher Ansatz in der Betreuung verbessert die Genesung und das Wohlbefinden der Patienten erheblich.

In der Reha-Klinik steht die ganzheitliche Genesung der Patienten im Mittelpunkt. Nach einer intensiven medizinischen Behandlung soll die Rehabilitation helfen, therapiebedingte Beschwerden zu lindern und neue körperliche wie seelische Stärke zu gewinnen. Schritt für Schritt werden Kraft und Belastbarkeit wiederaufgebaut, um den Alltag selbstständig und mit Zuversicht bewältigen zu können.

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Eierstockkrebs Behandlung

Eierstockkrebs: Früherkennung, Behandlung und Lebensqualität

Das Ovarialkarzinom, auch Eierstockkrebs genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung, die von den Zellen der Eierstöcke ausgeht. In Deutschland erkranken jährlich rund 8.000 Frauen daran. Eierstockkrebs gehört zu den gynäkologischen Krebserkrankungen, die oft erst spät erkannt werden, da im Frühstadium meist keine spezifischen Symptome auftreten.

Eine Besonderheit des Ovarialkarzinoms ist seine frühe Ausbreitung im Bauchfell (Peritoneum), wodurch die Erkrankung häufig erst in fortgeschrittenen Stadien auffällt.

Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von Eierstockkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen können:

  • Genetische Veranlagung: Bei einer nachgewiesenen BRCA1- oder BRCA2-Mutation besteht ein Lebenszeitrisiko von bis zu 60 %, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken. In solchen Fällen wird nach abgeschlossener Familienplanung oder spätestens ab dem 40. Lebensjahr eine beidseitige Entfernung der Eierstöcke (Adnexektomie) empfohlen.
  • Hormonelle Einflüsse: Eine langjährige Hormonersatztherapie in oder nach den Wechseljahren kann das Risiko erhöhen.
  • Lebensstilfaktoren: Adipositas (Übergewicht) und Bewegungsmangel gelten als begünstigende Faktoren.
  • Reproduktive Faktoren: Frauen ohne Schwangerschaft oder mit später erster Geburt sind häufiger betroffen.
  • Zunehmendes Lebensalter: Das Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an.

Prävention

Einige Lebensumstände und Maßnahmen können das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, verringern:

  • Einnahme oraler Kontrazeptiva (Antibabypille) über mehrere Jahre
  • Mehrere ausgetragene Schwangerschaften und lange Stillzeiten
  • Sterilisation (Eileiterdurchtrennung), die das Risiko nachweislich senken kann

Zudem spielt ein aufmerksamer Umgang mit familiären Risikofaktoren und eine ggf. genetische Beratung eine wichtige Rolle in der Prävention.

Symptome und Beschwerden

Eierstockkrebs verursacht im Frühstadium meist keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch und werden leicht übersehen:

  • Völlegefühl oder Blähungen
  • Unklare Bauchbeschwerden oder Druckgefühl im Unterbauch
  • Vermehrter Harndrang oder häufiges Wasserlassen
  • Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder ungewollte Gewichtszunahme

Da diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, ist eine frühzeitige gynäkologische Abklärung bei länger anhaltenden Beschwerden besonders wichtig.

Therapie

Die Behandlung des Ovarialkarzinoms erfolgt nach den aktuellen medizinischen Leitlinien und umfasst in der Regel eine Kombination aus Operation und Chemotherapie.

  • Radikale Operation: Ziel ist die vollständige Entfernung aller Tumorherde. In spezialisierten Zentren wird häufig eine umfangreiche Bauchoperation (Zytoreduktion) durchgeführt.
  • Ergänzende Chemotherapie: Meist mit Platin- und Taxan-basierten Wirkstoffen, oft kombiniert mit Antikörpertherapie (Bevacizumab).
  • Erhaltungstherapie: Bei nachgewiesener BRCA-Mutation kann eine Therapie mit Olaparib das Rückfallrisiko senken.
  • Fertilitätserhalt: Bei Kinderwunsch kann in sehr frühen Stadien eine organerhaltende Operation (Erhalt der Gebärmutter und eines Eierstocks) erwogen werden. Dabei besteht jedoch ein erhöhtes Rezidivrisiko.

Begleitend sind Psychoonkologie, Ernährungstherapie und körperliche Rehabilitation wichtige Bestandteile der Gesamtbehandlung.

Nachsorge

Nach abgeschlossener Therapie ist eine regelmäßige, engmaschige Nachsorge entscheidend, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen:

  • Gynäkologische Untersuchung mit vaginalem und abdominellem Ultraschall
  • Tumormarkerbestimmung (CA-125) nur bei konkretem Verdacht auf ein Rezidiv
  • Kontrollintervalle: In den ersten Jahren engmaschige Untersuchungen, später halbjährliche bis jährliche Termine

Darüber hinaus unterstützt die onkologische Rehabilitation Patientinnen dabei, körperliche Kraft und seelische Stabilität wiederzuerlangen.

Zwei Frauen unterhalten sich in einem Therapieraum