Endometriumkarzinom – was bedeutet das für mich?

Gebärmutterkrebs, medizinisch Endometriumkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Sie zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane – in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 11.000 Frauen daran. Meist tritt Gebärmutterkrebs nach den Wechseljahren auf, doch auch jüngere Frauen können betroffen sein.

Die Diagnose Krebs bedeutet für viele Patientinnen einen tiefen Einschnitt ins Leben. Neben den körperlichen Belastungen durch Operation, Strahlen- oder Chemotherapie treten oft seelische und soziale Herausforderungen hinzu. Viele fragen sich: Wie kann ich wieder zu Kräften kommen? Wie finde ich zurück in meinen Alltag und in mein seelisches Gleichgewicht?

In unserer Klinik begleiten wir Patientinnen nach Gebärmutterkrebs mit fachärztlicher Kompetenz, therapeutischer Erfahrung und menschlicher Zuwendung. Unser interdisziplinäres Team aus Ärztinnen, Therapeutinnen, Psychologinnen und Pflegekräften entwickelt ein individuelles Behandlungskonzept, das auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist.

Krankheitsbild

Die Erkrankung entwickelt sich überwiegend bei älteren Frauen (mittleres Erkrankungsalter 69 J.). Das ist das häufigste Genitalkarzinom der Frau mit einer Inzidenz von 18/100000 in Deutschland. Wird durch die Vorsorgeuntersuchung selten erfasst.

Symptome und Beschwerden

Frühsymptom ist die postmenopausale Blutung. Jede suspekte Blutung sollte durch vaginalen Ultraschall und zytologische Diagnostik abgeklärt werden.

Diagnostik: 

  • Präoperative Diagnostik mit Vaginal- und Abdominalultraschall des kleinen Beckens, der Harnabflusswege und der Leber
  • zytologische/histologische Diagnostik, sowie Östrogen- und Progesteronrezeptor-Analyse des Tumors
  • Röntgen der Lunge
  • MRT Bauch

Therapie: 

  • eine operative Therapie sollte immer angestrebt werden. Operabel sind > 90 % der Fälle.
  • bei medizinischer Inoperabilität aufgrund des hohen Alters, Adipositas u./o.
  • schwerwiegender Begleiterkrankungen) sollte eine Radio (Chemo)therapie mit einem kurativen Ziel angestrebt werden
  • die postoperative Radiotherapie und Chemotherapie ist nicht durch große Studien gesichert und bleibt immer eine individuelle Entscheidung
  • stadiumabhängige lokale vs. systemische Strahlentherapie
  • der Stellenwert der Chemotherapie ist derzeit fraglich
  • Hormontherapie in der palliativen Situation bei hormonrezeptorpositivem Tumor

Nachsorge: 

  • gynäkologische Kontrolluntersuchung im Abstand von 3, später 6 Monaten mit Ultraschall des Beckens, Lymphknoten und ableitenden Harnwegen.

Aufnahme

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Ansprechpartner

Team Aufnahmebüro als Beratung für Reha Psychosomatik und Onkologie in Kassel

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Ihre Reha-Klinik bei Gebärmutterkrebs

Gebärmutterkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Er tritt überwiegend bei Frauen nach den Wechseljahren auf und ist eine der häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen.

Ein wichtiges Warnzeichen sind unerwartete oder unregelmäßige Blutungen nach der Menopause. In den meisten Fällen wird Gebärmutterkrebs früh erkannt – die Heilungschancen sind daher sehr gut.

Hauptrisikofaktoren sind hormonelle Einflüsse (z. B. ein Übermaß an Östrogen), Übergewicht, Bewegungsmangel und bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Eine frühe Diagnosestellung durch regelmäßige gynäkologische Kontrollen ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.

Behandlung bei Gebärmutterkrebs

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. In der Regel wird eine operative Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) vorgenommen. Häufig werden auch Eileiter, Eierstöcke und Lymphknoten entfernt, um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.

In weiter fortgeschrittenen Stadien kann eine Strahlentherapie oder Chemotherapie erforderlich sein, um das Risiko eines Rückfalls zu senken.

Nach Abschluss der Akutbehandlung ist die onkologische Rehabilitation ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Sie unterstützt die körperliche Regeneration, stärkt das seelische Gleichgewicht und hilft, in den Alltag zurückzufinden.

Rehabilitation nach Gebärmutterkrebs

Die Reha nach Gebärmutterkrebs verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Sie zielt darauf ab, die Folgen der Erkrankung und Behandlung zu lindern und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.

Typische Schwerpunkte sind:

  • Physiotherapie und Bewegungstherapie zur Kräftigung und Förderung der Mobilität
  • Lymphdrainage und Beckenbodentraining zur Vorbeugung von Schwellungen und Inkontinenz
  • Psychoonkologische Betreuung zur emotionalen Stabilisierung
  • Ernährungsberatung zur Stärkung des Immunsystems und Förderung des Wohlbefindens
  • Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und Kreativtherapie zur Stressreduktion

Unsere Reha-Programme werden individuell auf die Bedürfnisse jeder Patientin abgestimmt. Ziel ist es, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Psychoonkologische Begleitung

Die Diagnose Krebs verändert das Leben tiefgreifend. Viele Betroffene erleben Ängste, Unsicherheit oder Erschöpfung (Fatigue). Unsere psychoonkologischen Therapeutinnen und Therapeuten helfen, diese Belastungen zu verarbeiten, neue Perspektiven zu finden und das Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen.

Auch Themen wie Partnerschaft, Sexualität und Weiblichkeit nach der Therapie können in geschütztem Rahmen einfühlsam besprochen werden.

Ernährung und Lebensstil in der Reha

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung spielt in der Rehabilitation eine zentrale Rolle. Es gibt keine spezielle „Krebsdiät“, doch eine vollwertige, pflanzenbetonte Kost stärkt den Organismus und unterstützt den Heilungsprozess.

Unsere Ernährungsberaterinnen erstellen individuelle Konzepte und vermitteln in Vorträgen und Kochgruppen alltagstaugliche Tipps für eine gesunde Lebensweise.

Ziele der Rehabilitation

  • Wiederaufbau von Kraft und Belastbarkeit
  • Linderung von therapiebedingten Beschwerden
  • Verbesserung der seelischen Stabilität
  • Förderung der Selbstfürsorge und Lebensfreude
  • Vorbereitung auf den beruflichen und sozialen Wiedereinstieg
Pyschosomatik Diagnostik