Viele schwere Viruserkrankungen können länger andauernde psychische, kognitive und körperliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Erstmals in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit gelangt ist dies nach der Corona-Pandemie, als man das Krankheitsbild des „Post-COVID“ beziehungsweise „Long-COVID“-Syndroms formuliert hat.
Längere Zeit schon ist der Begriff Fatigue in der Onkologie etabliert und bezeichnet dort langandauernde Einschränkungen der psychosozialen, kognitiven und körperlichen Leistungsfähigkeit als Folge von Krebserkrankungen und deren Behandlung.
Bei nicht-onkologischer Fatigue haben sich mittlerweile die Begriffe „Long-COVID“ und „ME/CFS“ verbreitet.
Abgeschlagenheit und kognitive sowie psychosoziale Beeinträchtigungen nach schweren Virusinfekten sind ebenso üblich wie nach anderen schweren Erkrankungen. Von ME/CFS oder Long-COVID spricht man, wenn diese Symptome mehr als 12 Wochen nach der Erkrankung immer noch bestehen. In manchen Fällen kommt als besonderes Symptom noch die postexertionelle Malaise als eine Sonderform hinzu, die ausgeprägte und oft lang anhaltende Schwäche nach körperlicher Anstrengung bezeichnet. Auch Schmerzen, die sich durch die Infektion nicht mehr erklären lassen, können hinzukommen.
Meist besteht ein erheblicher Unterstützungsbedarf bei der Krankheitsverarbeitung. Wird Bewegung über längere Zeit eingeschränkt, kommt es zum Verlust von Muskelmasse und Einschränkung der Beweglichkeit- dem muss unbedingt entgegengewirkt werden.
Neue Perspektiven vermitteln
Der belastende Zustand muss nicht von Dauer sein. Unser multimodales Konzept setzt an verschiedenen Punkten an mit dem Ziel, sich das Leben Stück für Stück zurück zu erobern.
Einzel- und Gruppenpsychotherapie mit Elementen der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie. Hierbei wird Wert gelegt auf die Krankheitsverarbeitung, das Erkennen krankheitsverstärkender eigener Muster, und Zukunftsmotivation.
Individuelle Strategien entwickeln
Verfahren der Stressbewältigung und Entspannung kommen zum Einsatz sowie ein körperlich aktivierendes, den jeweiligen Möglichkeiten angepasstes Bewegungsprogramm mit dem Ziel der Steigerung der Belastbarkeit. Hierbei wird den Patientinnen und Patienten im Sinne des „Pacing“ die Möglichkeit gegeben, individuell die Menge der Angebote anzupassen. Gegebenenfalls stehen Ihnen unsere Physiotherapeuten beratend zur Seite. Die Patienten müssen allerdings in der Lage sein, sich selbständig im Haus zu bewegen und an den Mahlzeiten teil zu nehmen.
Spezielle medikamentöse Verfahren die direkt auf das Krankheitsbild ausgerichtet sind (z.B. Infusionsbehandlungen) sind nicht Teil unserer Therapie, ebenso wenig bieten wir spezielle Labor- und apparative Diagnostik an.
Aufnahme
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Ansprechpartner

Das Team der Patientenverwaltung der Habichtswald Reha-Klinik in Kassel berät Sie kompetent und persönlich zu Fragen bezüglich Aufnahme, Kostenübernahme oder Ihrem Aufenthalt.
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